Rekordmeister als Überraschungspaket: Was erwartet die Monarchs?
Dresden – Eine ungewöhnliche Situation! Während am Samstag eine Dresdner Mannschaft im Eintracht-Stadion in Braunschweig um den Klassenerhalt kämpft, startet eine andere zu Hause gegen Braunschweig den Kampf um die Meisterschaft in der höchsten deutschen Spielklasse.
In der 2. Fußball-Bundesliga muss Dynamo Dresden (13 Uhr) im Duell mit dem direkten Abstiegskonkurrenten Eintracht Braunschweig genau in dem Stadion punkten, in dem auch die Footballmannschaft der Braunschweig Lions ihre Heimspiele bestreitet.
Die Lions hingegen sind in Dresden bei den Monarchs zu Gast – allerdings nicht wie gewohnt beim Sparkassen Gameday im Rudolf-Harbig-Stadion, sondern an der regulären Heimspielstätte der Monarchs, dem Heinz-Steyer-Stadion.
Was in Braunschweig möglich ist, wird in Dresden mit dem Argument „Abstiegskampf“ untersagt.
Für eine mitreißende Atmosphäre ist dennoch gesorgt – bereits knapp zehn Minuten vor Spielbeginn (16 Uhr) soll ein erstes Highlight entstehen, wenn über 7000 Zuschauer an einer Choreografie teilnehmen.
Auf dem Spielfeld muss der amtierende Vize-Meister dann die entscheidenden Akzente setzen. Das erste Spiel einer Saison bleibt allerdings stets ein Überraschungspaket, für die Lions gilt dies ganz besonders.
„Das Problem bei Auftaktspielen ist immer, dass man nie genau weiß, wie der Gegner agieren wird. Aufgrund einiger Unbekannter darf man von einem schwierigen Start ausgehen“, gibt Headcoach Greg Seamon (70) zu.
Die Lions mussten ihren Hauptsponsor, den Investor New Yorker, ziehen lassen, was angeblich ein Budgetloch von knapp 500.000 Euro hinterlässt. Deshalb schlägt der Rekordmeister in dieser Spielzeit einen neuen Weg ein.
Talente aus der eigenen Nachwuchsarbeit sowie Spieler aus der GFL2 sollen die entstandenen Lücken füllen. Einer davon ist der ehemalige Monarch Taylor Pawelkoski (25). Quarterback Ryon Thomas (22) wechselte von einem College der Division III.
Der neue Cheftrainer Brayden McCombs (30) hat das Team deutlich verjüngt und eine neue Spielphilosophie eingeführt. Wie viel in Dresden letztlich möglich ist, hängt jedoch einzig und allein von den Monarchs selbst ab.
„Das Wichtigste bleibt auch in dieser Saison: Den Ball nicht leichtfertig herzugeben“, betont Seamon. „Die Erfolgsformel ist unverändert: Gründliche Vorbereitung und keine unnötigen Fehler!“